Altern

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Botschafterin der Initiative 'Altern in Würde'
"Ich mache mich für Früherkennung und Aufklärung von Alzheimer-Demenz und den damit einhergehenden Verhaltensstörungen stark.
Je früher aber eine Demenz durch einen Arzt festgestellt wird, desto eher kann eine sinnvolle Therapie eingeleitet werden.
Ich bin seit Frühjahr 2005 als Botschafterin der Initiative „Altern in Würde“ beauftragt, dass Alzheimerpatienten in Würde altern können. Ich möchte Betroffenen und deren Angehörigen Mut machen, sich mit dieser Krankheit intensiv auseinander zu setzen.
Bemerken Familienmitglieder bei Angehörigen Veränderungen im Gedächtnis oder Verhalten, dann sollten sie mit dem Betroffenen dringend einen Arzttermin vereinbaren. Schöne und genussvolle Lebenszeit kann so über einen längeren Zeitraum bewahrt werden.
Auch wenn es heute noch nicht möglich ist, eine Demenz zu heilen, so kann die Verschlimmerung der Erkrankung mit den richtigen Medikamenten und begleitenden Maßnahmen noch einige Zeit aufgehalten werden."
Lesen Sie dazu:
Simone Rethel Heesters im Gespräch mit Dr. Barbara Romero, Leiterin des Alzheimer-Therapiezentrums, Neurologische Kliniken Bad Aibling:
Nur 13 Prozent der Alzheimerpatienten erhalten eine medikamentöse Therapie, die den Anforderungen der medizinischen Fachgesellschaften entspricht, zumindest wenn sie gesetzlich versichert sind. Damit steht die Alzheimer-Demenz an der Spitze der Erkrankungen, für die in Deutschland eine massive Unterversorgung zu beklagen ist.
Simone Rethel-Heesters: „Wichtig ist es, dass Menschen in Würde altern können. Dafür möchte ich mich einsetzen. Als Botschafterin für die Initiative „Altern in Würde“ und das Thema Alzheimer-Demenz wende ich mich an eine breite Öffentlichkeit.“
Die Demenz entwickelt sich zunehmend zu einer Volkskrankheit. Schon heute leiden mehr als 1 Million Bundesbürger an dieser Erkrankung. Schätzungen zufolge wird sich diese Zahl in 10 Jahren bereits verdoppelt haben.
Simone Rethel-Heesters: „Früherkennung ist aber das A und O bei Alzheimer-Demenz. Bei den ersten Veränderungen von Gedächtnis und Verhalten sollten Angehörige daher schnell gemeinsam mit dem Betroffenen einen Arzt aufsuchen, um einen Früherkennungstest machen zu lassen. Den Verlauf der Krankheit kann man hinauszögern. Dazu müssen aber erste Anzeichen erkannt werden. Vergesslichkeit und Wesensveränderungen sind typische Anzeichen. Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, ihr entgegen zu wirken. Es ist nicht immer leicht, da die Betroffenden sich oft weigern, sich den Tatsachen zu stellen - aus verständlichen Motiven. Da habe ich auch nichts anderes erlebt. Es geht aber auch darum, deutlich zu machen, was jeder vorbeugend tun kann. Mit z.B. einem bestimmten "Kopftraining" oder Kopfrechnen und Spiele kann man durch einfache Handhabung diesen Verhaltensveränderungen entgegen wirken. Zusätzlich gibt es Medikamente, die den Verlauf ebenfalls hinauszögern können."
*Alle Fotos wurden im Alzheimer-Therapie Zentrum der Neurologischen Klinik Bad Aibling aufgenommen. Das Therapiezentrum ist ein Unternehmen der Schön Kliniken. Es ist die wegweisende Einrichtung bei der Behandlung von Demenzpatienten und deren Angehörige in Deutschland. Kernbestandteile des Behandlungskonzeptes für die Patienten ist die so genannte Selbsterhaltungstherapie. Darüber hinaus werden die Angehörigen in der Betreuung und im Umgang mit dem Patienten geschult.
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