“Kann
man mental die eigene, instinktive Einstellung zum Alter verändern?
Können wir nicht endlich Abschied nehmen von diesem Negativ-Bild
„Alter ist ein Makel“ ? Solang wir aus dem Alter ein Horrorszenario
machen, werden wir weiter die Zukunft unseres eigenen Lebens
zerstören.
Das Alter gehört zum Leben, ebenso wie die Jugend.
Natürlich
ist es nicht einfach zu begreifen, dass man plötzlich zu den
Älteren gehört, wenn zum Beispiel die ersten Haare grau werden
oder gar
ausfallen, in der S-Bahn ein junger Mensch höflich aufsteht,
um einem Platz anzubieten oder wenn man beim Ticketkauf gefragt
wird, ob man
schon Rentner/in wäre. Die Anderen scheinen alt geworden zu
sein - selbst fühlt man sich doch noch nicht alt! Man hält
sich sogar für jung in
einem Alter, das man für schon „sehr alt“ empfunden hat, als
man selbst tatsächlich noch sehr jung war.
Das Alter
gehört zum Leben, nicht zum Tod. Man sagt: „alt sein“ bedeutet,
nur noch kurze, begrenzte Zeit vor sich zu haben. Nehmen wir
uns
damit nicht unsere Lebenslust und die Kraft neue Pläne zu
machen, neue Aufgaben zu übernehmen und das Leben aktiv zu
gestalten?
Ein alter Mensch wird hierzulande nicht respektiert oder gar
bewundert, er wird verachtet und lächerlich gemacht. Das Gefühl
für die Würde
des Alters existiert nicht. Ein Miteinander von Alt und Jung
gibt es nicht. An diesem Grundempfinden müssten wir arbeiten,
das hat nichts mit
Politik zu tun, das hat etwas mit Herzenswärme und Menschlichkeit
zu tun.
Darum
habe ich dieses Buch geschrieben.“
Eine
Taschenbuchausgabe erscheint beim Pieper Verlag im Juni 2012.
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